Eine blinde Person nutzt die Sprachausgabe ihres Smartphones

Innsbrucker Rathauswegweiser-App – jetzt auch für blinde und sehbehinderte Menschen nutzbar!

Schneller ins richtige Amt – so lautete das Motto für den Startschuss der Rathauswegweiser-App, mit der die Stadt Innsbruck ein wichtiges Zeichen für eine verbesserte Kommunikation mit den Innsbrucker Bürgern setzt. Jetzt können auch blinde und sehbehinderte Menschen die App nutzen.

Für die Bürger von Innsbruck hat sich der Behördendschungel meist schon in der Örtlichkeit des Rathauses selbst offenbart. – Der Rathauswegweiser – als App kostenlos downloadbar – sollte das Navigieren auf den Amtswegen erleichtern und die Bürger noch schneller zum richten Ansprechpartner bringen. Ein Konzept, das aufging – doch leider nicht für alle Bürger. Für blinde und sehbehinderte Menschen war die App bislang nur sehr schwer oder gar nicht zu nutzen. Deshalb engagierte die Stadt Innsbruck LOYCOS, um gemeinsam eine Möglichkeit zu finden, in dieses bereits bestehende Konzept eine Navigationsmöglichkeit für Menschen mit Sehbehinderung einzubinden.

Eine Frau nutzt den mobilen Rathauswegweiser der Stadt Innsbruck

Wer Barrieren aus dem Weg schaffen will, muss oft einen Schritt weiterdenken – und in diesem Fall auch einige Schritte weiter gehen. Denn zunächst hieß es, den Amtsweg selbst und ausführlich zu beschreiten, um die Infografiken der App mit hilfreichen Alternativtexten zu versehen. Diese Alternativtexte können nun über die Sprachausgabemöglichkeit von Smartphones – diese wird von blinden und sehbehinderten Menschen tagtäglich genutzt – ausgelesen werden. So kann man sich die Navigation vorlesen lassen, um ans Ziel zu kommen.

Selbstverständlich wurde die erweiterte App auch getestet: Der Verkehrsreferent des Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverbands, Michael Berger, gab uns nicht nur im Vorfeld wichtige Tipps für die Umsetzung, er machte auch selbst die Probe aufs Exempel und startete für uns von den verschiedenen Eingängen ins Rathaus. „Der Rathauswegweiser war wirklich ein sehr spannendes Projekt, welches zum Beispiel im Landhaus oder als Erweiterung des vorhandenen Systems der tirol kliniken zum Nachahmen einlädt“, so das Fazit von Michael Berger nach dem erfolgreichen Test der neuen Funktionalität.

Sie brauchen einen neuen Pass oder wollen Ihren Wohnsitz melden? – Dann testen Sie doch am besten gleich selbst den Rathauswegweiser der Stadt Innsbruck.