Selbsthilfe Tirol - neue Homepage im Responsiv-Design

Selbsthilfe wirkt – barrierefrei

Selbsthilfe wirkt. Mit allen Sinnen. In allen Lebenslagen. Für jeden Einzelnen. – Seit 25 Jahren steht die Selbsthilfe Tirol für Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Initiative. Im Zuge des heurigen Jubiläums präsentiert sich der Dachverband Selbsthilfe Tirol mit neuer Webseite, neuem Logo und einer neuen klaren und einfachen Sprache.

Mehr erreichen
Das will die Selbsthilfe Tirol mit ihrem Angebot. Und das am besten gleich im doppelten Sinn. Denn es gilt nicht nur mehr Menschen mit den vielen Vereinen und Gruppen der Selbsthilfe Tirol bekannt zu machen, sondern zugleich auch die Gruppen zu stärken und so mehr gegenseitige Unterstützung zu ermöglichen. Deshalb lag es für den Dachverband nahe, die Kommunikation und das Erscheinungsbild zu überarbeiten.

Klar und einfach
Diesem „Diktat“ wurden sowohl Design als auch Sprache unterworfen und vor zu passte man mit der Unterstützung von LOYCOS alle analogen und digitalen Informationsmedien sowie natürlich auch das neue Logo der Vorgabe entsprechend an. Folder, Flyer und Broschüren im neuen Look sowie eine moderne, allen Anforderungen entsprechende und vor allem barrierefreie Webseite sorgen nun künftig dafür, dass die Selbsthilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird.

Logo Selbsthilfe Tirol NEU

Neues Logo Selbsthilfe Tirol

Logo Selbsthilfe Tirol ALT

altes Logo Selbsthilfe Tirol

 

Große Präsentation am Tag der Selbsthilfe
Am 3. Mai 2018, dem Tag der Selbsthilfe, präsentierten Barbara Vantsch, Geschäftsstellenleiterin des Dachverbands Selbsthilfe Tirol, und Maria Grander, Präsidentin des Dachverbands, im Rahmen einer großen Veranstaltung im Tiroler Landhaus das neue Kommunikationskonzept inklusive Drucksachen und Webseite. Ein Konzept, das sowohl bei bereits bestehenden Vereinsmitgliedern als auch den vielen Interessenten gut ankam.

Tag der Selbsthilfe - LOYCOS-Team mit Barbara Vantsch
von links nach rechts: Romy Noggler (jüngstes Teammitglied bei LOYCOS), Mario Noggler (LOYCOS) , Barbara Vantsch (Selbsthilfe Tirol), Verena Noggler (LOYCOS)

Am besten gleich auf sich wirken lassen unter: www.selbsthilfe-tirol.at

www.zecken.de jetzt auch in Leichter Sprache

Jetzt online: Zecken.de in Leichter Sprache!

Alles, was Sie je über das Thema „Zecken“ wissen wollten, finden Sie auf der Webseite: www.zecken.de. Gerade rechtzeitig zu Beginn der Zeckensaison ist nun die Leichte-Sprache-Version – mit Übersetzungen von LOYCOS – online gegangen.

Klein, aber oho

Zecken haben Saison und, wer sich bis jetzt noch nicht für die kleinen Tierchen interessiert hat, der sollte es dringend tun. Denn sie können für Mensch und Tier gefährlich werden. Daher lohnt es sich zu wissen, wo sie lauern, welche Regionen man vielleicht besser umgehen sollte, wie man einen Zeckenstich vermeiden kann und – wenn die Zecke doch einmal zuschlägt – wie man sie am besten entfernt.

Schutz durch Impfung

FSME gehört zu jenen Erkrankungen, die Zecken besonders gerne und immer häufiger übertragen. Den besten Schutz vor der Erkankung bietet eine Impfung, worauf die Seite besonders hinweist. Gerade jetzt ist dieser Schutz besonders wichtig. Denn Zecken gibt es nicht nur im Wald. Sie lauern an verschiedensten Orten und finden mittlerweile auch auf Spielplätzen und Parks in Städten ein wohliges Zuhause.

Auch Wissen schützt

Ein weiterer besonderer Schutz ist das Wissen rund um die gefährlichen blutsaugenden Parasiten. Denn wenn man weiß, wo sie sich gerne aufhalten und wie man seinen Körper nach einem Besuch im Grünen richtig absucht, der kann im besten Fall einen Stich vermeiden. Damit sich nun jeder ausreichend über Zecken informieren kann, bietet die Seite www.zecken.de eine Leichte-Sprache-Version, die man über den Sprachenwechsler abrufen kann.

Wir wünschen spannende Informationsstunden auf der informativsten Webseite rund um das Thema „Zecken“.

Einfache Sprache weckt wieder die Lust am Lesen

Leselust durch Einfache Sprache

„Einfache Sprache: Literatur für alle“ unter diesem Titel hat der NDR in der Reihe „Kulturjournal“ mit einem interessanten Beitrag gezeigt, worin das Potential und der große Nutzen von Einfacher und Leichter Sprache liegen – vor allem für jene, die Spaß am Lesen haben.

„Erwachsene“ Themen

Menschen mit Lernschwierigkeiten, funktionale Analphabeten, Menschen mit anderer Muttersprache, Menschen mit geringerer Lesekompetenz oder anders gesagt: Menschen wie du und ich, wir alle haben ein Recht auf spannende Geschichten, große Literatur, traditionelle Märchen und Informationen aller Art. Deshalb ist das Übertragen all dieser unterschiedlichen Texte in einfachere Sprachmodelle eine sinnvolle Tätigkeit, der zum Beispiel der 41-jährige Schriftsteller und Übersetzer Kristof Magnusson nachkommt. Um ihn, seine Arbeit als Krimi-Autor und seine Leserschaft dreht sich ein Teil des NDR-Beitrags „Einfache Sprache: Literatur für alle“. „Es ist wichtig, dass es für Menschen mit Behinderung oder mit kognitiven Einschränkungen die Möglichkeit gibt, auch Literatur über erwachsene Themen zu lesen“, ist der Autor überzeugt. Deshalb hat er das Rotlichtmilieu für seinen Krimi rund um Sex, Gewalt und Mord gewählt. „Das sind ja erwachsene Menschen“, meint Magnusson.

Eine Frau sitzt am Meer und liest ein Buch

Leichte Sprache – Mehrwert für alle

Dass sich diese erwachsenen Menschen auch für allerhand andere Texte interessieren und interessieren „müssen“, weiß auch die Leichte-Sprache-Expertin Christiane Maaß. Die Leiterin der Forschungsstelle Leichte Sprache an der Universität Hildesheim verweist auf die immer schwerer zu verstehenden Behördentexte, die – wie es das Gesetz seit geraumer Zeit vorsieht – nun für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Leichte Sprache übersetzt werden müssen. Eine Bestimmung, die aber schlussendlich allen Menschen zugutekommt, so Maaß. Den gesamten Beitrag finden Sie hier:

https://www.ndr.de/kultur/Einfache-Sprache-Literatur-fuer-alle,sprache172.html

ACT-Theaterperformance von Jugendlichen

ACT e.V. Berlin setzt Leichte Sprache in Szene

Vielfalt ist ein Glücksfall. Und ACT ein fantastisches Projekt, das diesen Glücksfall zum Anlass nimmt, um Kindern und Jugendlichen ihre verborgenen und vielfältigen Talente im Rampenlicht der Bühne vor Augen zu führen. Mit seinem Webauftritt in Leichter Sprache setzt der Verein nun ein weiteres Zeichen für Menschen, die Grenzen überschreiten oder Barrieren überwinden müssen.

Was ist ACT e.V. Berlin?
ACT eröffnet künstlerische Experimentierfelder in Schulen und Kultureinrichtungen und macht so Vielfalt zum Glücksfall. – So definiert sich das Team rund um die Autorin, Theaterpädagogin und Lehrerin Maike Plath selbst und die Arbeit mit den Berliner Kindern und Jugendlichen, deren Potentiale und Talente oft im Verborgenen schlummern. Mit Feingefühl und dem selbst kreierten „Theatralen Mischpult“ fördert ACT ebendiese Talente zu Tage und macht sie im Scheinwerferlicht der Bühne zu etwas Besonderem.

Jugendliche probieren die vielfältigen Möglichkeiten des Theatralen Mischpultes aus

Jugendliche beim Ausprobieren der verschiedenen Möglichkeiten des „Theatralen Mischpults“ – Bild: ©Friederike Faber

Doch was ist das „Theatrale Mischpult“ genau? Und was hat Frau Plath sonst noch so „ordentlich zu sagen“? Schauen Sie unbedingt hinein und lassen Sie sich von Frau Plath in das Konzept des „Theatralen Mischpults“ einführen.
Rede doch mal ordentlich, Frau Plath! – Theatrales Mischpult

Talente aufzeigen und nutzen
Dabei geht es nicht darum, eine ganze Riege an neuen Schauspielern heranzuziehen. „Führe Regie über dein Leben!“, so lautet der Slogan von ACT und genau darum geht es: Das Leben in die Hand nehmen, seine Talente richtig einsetzen und immer wieder seine eigenen Grenzen überschreiten – das steht im Mittelpunkt der ACT-Projekte und Workshops, die an unterschiedlichen Orten, mit vielfältigen Gruppen und in verschiedenen Formen stattfinden.

Kreativität und Teilhabe
Erkannt und gefördert werden die Talente und Potentiale durch das Theaterspielen selbst. Die Kinder und Jugendlichen schlüpfen dabei nicht nur in verschiedene Bühnenrollen. Vielmehr geht es auch um die unterschiedlichen Positionen und „Machtverhältnisse“, die es beim Theaterspielen zu behaupten gibt: Wie handelt beispielsweise der Regisseur. Welche Macht übt er auf die Darsteller und ihre Handlungen aus? Wie fördert er die Umsetzung seiner Anweisungen? Und umgekehrt: Welche Position nimmt der Darsteller ein? Kann er sich den Anweisungen auch widersetzen? Das Spiel wird ergänzt durch reflektierende Diskussionen aller Teilnehmer.

Das Leitungsteam von ACT (von links Anna Maria Weber, Stefanie López, Maike Plath) © Maria Zillich

Das Leitungsteam von ACT e.V. Berlin (von links): Anna Maria Weber, Stefanie López, Maike Plath – Bild: ©Maria Zillich

Ein bemerkenswertes Projekt – jetzt auch in Leichter Sprache!
„Wir stellen unsere Website auch in Leichter Sprache zur Verfügung, weil wir ein Zeichen für Barrierefreiheit setzen möchten. Das hat für uns nichts mit Behinderung zu tun, sondern damit alle Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit ernst zu nehmen. In unseren sehr diversen Gruppen erleben wir Vielfalt als Glücksfall. Das liegt auch daran, dass wir ständig darum kämpfen für alle Beteiligten im Raum verständlich zu sein. Denn nur dann können sie zeigen wer sie sind und was sie können“, so Anna Maria Weber, Kommunikationsleiterin von ACT e. V. Berlin

Logo Act Berlin

Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Übersetzungen in Leichter Sprache einen kleinen Beitrag zu dieser gelungenen Idee leisten durften. Wir hoffen, ACT findet viele Nachahmer in Deutschland und Österreich.

Natürlich lohnt sich auch ein Blick auf die Webseite: https://act-berlin.de
(in den Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und jetzt auch in Leichter Sprache)

 

Bildschirm auf einem Schreibtisch - man sieht die Leichte Sprache Startseite der Stadt Innsbruck

Innsbruck spricht: barrierefrei

Die Stadt Innsbruck hat schon öfter neue Wege für eine bürgernahe Kommunikation auf Augenhöhe betreten. Auch in Sachen barrierefreier Information hat man sich nun für eine völlig neue und bislang noch nicht dagewesene Form entschieden.

Mit dem eigenen Webauftritt in Leichter Sprache geht die Stadt Innsbruck einen völlig neuen Weg und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein. Bislang wurden Inhalte in Leichter Sprache einfach in die bestehenden Webseiten eingegliedert – zum Teil ohne Rücksicht auf andere Komponenten der Barrierefreiheit wie Schriftgröße und -farbe, Einsatz von Bildern und einfacher Bedienbarkeit. Die Stadt Innsbruck hat der sprachlichen und auch technischen Barrierefreiheit mit einem eigenen Auftritt viel Raum und Gestaltungsmöglichkeit gegeben.

Präsentation der neuen Innsbrucker Homepage in Leichter Sprache
 Beim Pressegespräch zur Präsentation der Webseite “Leichte Sprache” (v.l.): Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Magistratsdirektor Bernhard Holas und Projektleiter René Soukopf

Für Konzept und Umsetzung hat die Stadt Innsbruck LOYCOS beauftragt, unter anderem weil wir als erstes österreichisches Unternehmen, Leichte und Einfache Sprache nach sprachwissenschaftlichen Methoden übersetzen, barrierefreie Webkonzepte entwickeln und dabei die Zielgruppen selbstverständlich immer mit einbeziehen

Wir freuen uns, dass wir als engagiertes Tiroler Unternehmen in Sachen Barrierefreier Kommunikation die Stadt Innsbruck bei diesem wichtigen Projekt unterstützen durften. Es ist daraus ein echtes Vorzeigeprojekt entstanden, das es in dieser Form in Österreich bislang nicht gegeben hat.

Oder wie es einer unserer Text- und Webprüfer aus der Zielgruppe „Menschen mit Lernschwierigkeiten und Migrationshintergrund“ direkt nach der Prüfung formulierte: „Die Homepage ist super, die Bilder sind toll und die Texte … ich kann sie gut lesen und verstehe auch, was drinnen steht. Das habt ihr wirklich gut gemacht!“ Über dieses Lob haben wir uns am meisten gefreut, denn es kam von einem begeisterten Nutzer der neuen Webseite der Stadt Innsbruck in Leichter Sprache. Ein größeres Lob kann man wirklich nicht bekommen.

Riskieren Sie selbst einen Blick und lassen Sie sich ebenso von der Aussagekraft der Bilder, der lesefreundlichen Darstellung sowie den einfach zu verstehenden Texten begeistern! – Homepage der Stadt Innsbruck in Leichter Sprache

Barrierefreies Hotelzimmer geplant von gabana

gabana – Neuer Kooperationspartner von LOYCOS

Ganzheitlich – barrierefrei – nachhaltig – kurz gesagt: gabana.
Die Full-Service-Agentur berät die Bau- und Tourismusbranche in Sachen Barrierefreiheit und ist neuer Kooperationspartner von LOYCOS.

Barrieren gibt es für Menschen mit Beeinträchtigungen leider viele. Das weiß jeder, der sie täglich überwinden muss oder dem das Thema „Barrierefreiheit“ am Herzen liegt. Während unsere Agentur LOYCOS die sprachlichen Barrieren (und natürlich deren „Beseitigung“ durch Leichte und Einfache Sprache) im Fokus hat, ist es bei Kornelia Grundmann und ihrer Agentur gabana vor allem der bauliche Bereich in Tourismus und Hotellerie sowie im privaten Wohnungsbau.

Wenn, dann richtig! – Unter diesem Aspekt kam es nach einem Telefonat zum ersten – barrierefreien – Treffen und einem Gespräch, bei dem man sich alle Beteiligten schnell einig waren: Barrierfreiheit muss weiter gehen. Wer sein Angebot barrierefrei gestalten will, der sollte die Barrierefreiheit auch ganzheitlich umsetzen, um so einen nachhaltigen Mehrwert für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zu schaffen.

Kornelia Grundmann Porträt

Um sich künftig mit vereinten Kräften noch mehr für Inklusion einsetzen zu können und Menschen, die Barrierefreiheit umsetzen wollen, kompetent und zuverlässig zur Seite zu stehen, starten wir eine Kooperation, die Barrierefreiheit in mehrfacher Weise unterstützt. Wir freuen uns schon auf viele weitere Diskussionen, Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und natürlich viele neue Projekte! Damit das Wort „Barrierefreiheit“ endlich in allen Branchen zum Begriff wird!

Von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Vermarkung Ihres barrierefreien Projektes – mit Dipl.-Ing. (FH) Kornelia Grundmann und ihrer Agentur gabana finden Sie Ihren kompetenten Ansprechpartner für bauliche Barrierefreiheit  –
gabana – Agentur für Barrierefreiheit

Cover AufBauWerk Magazin Ausgabe 6

Neuigkeiten aus dem AufBauWerk – die neueste Ausgabe vom AufBauWerk-Magazin ist da!

Endlich ist sie da! Die Ausgabe Nr. 6 des AufBauWerk-Magazins mit vielen Einblicken in das bunte Treiben des sozialen Unternehmens und neuen interessanten Persönlichkeiten.

Ja, es tut sich wie immer so einiges im AufBauWerk und dieses Mal vor allem an der Spitze. Denn seit Anfang des Jahres 2017 ist Barbara Schwaighofer die neue Leiterin und Obfrau des AufbauWerks und hat damit Wilfriede Hribar nach vielen erfolgreichen Jahren abgelöst. Für die Landtagsabgeordnete Barbara Schwaighofer gab es als Mitglied des Ausschusses für Gesellschaft, Bildung, Kultur und Sport schon einige thematische Schnittpunkte mit der Sozialszene. Ein Besuch im AufbauWerk hat sie dann aber endgültig davon überzeugt, das Amt als Obfrau des AufBauwerks zu übernehmen. Vor allem das Job-Training hat sie begeistert. Im ersten Interview mit der Neo-Obfrau erfährt der Leser mehr über Barbara Schwaighofer und ihre Vorhaben für ihre erste Zeit.

Blick ins AufBauWerk-Magazin

Diese erste Zeit hat Marisa Mair-Raggautz bereits hinter sich. In einem interessanten Interview erzählt sie von ihrem ersten Jahr als Leiterin des Projekts „Betreutes Arbeiten“. Bei diesem Projekt unterstützten die Coaches des AufBauWerks die Trainees während ihrer Lehrzeit. Eine Unterstützung, die sich auszahlt! Denn im letzten Jahr konnten dadurch 70 Jugendliche ihre Lehre abschließen.

Über diese Erfolgsstory und weitere Neuigkeiten lesen Sie mehr im neuen AufBauWerk-Magazin Nr. 6 – wie üblich mit kurzen Zusammenfassungen der jeweiligen Themen in Leichter Sprache von LOYCOS.

Eine blinde Person nutzt die Sprachausgabe ihres Smartphones

Innsbrucker Rathauswegweiser-App – jetzt auch für blinde und sehbehinderte Menschen nutzbar!

Schneller ins richtige Amt – so lautete das Motto für den Startschuss der Rathauswegweiser-App, mit der die Stadt Innsbruck ein wichtiges Zeichen für eine verbesserte Kommunikation mit den Innsbrucker Bürgern setzt. Jetzt können auch blinde und sehbehinderte Menschen die App nutzen.

Für die Bürger von Innsbruck hat sich der Behördendschungel meist schon in der Örtlichkeit des Rathauses selbst offenbart. – Der Rathauswegweiser – als App kostenlos downloadbar – sollte das Navigieren auf den Amtswegen erleichtern und die Bürger noch schneller zum richten Ansprechpartner bringen. Ein Konzept, das aufging – doch leider nicht für alle Bürger. Für blinde und sehbehinderte Menschen war die App bislang nur sehr schwer oder gar nicht zu nutzen. Deshalb engagierte die Stadt Innsbruck LOYCOS, um gemeinsam eine Möglichkeit zu finden, in dieses bereits bestehende Konzept eine Navigationsmöglichkeit für Menschen mit Sehbehinderung einzubinden.

Eine Frau nutzt den mobilen Rathauswegweiser der Stadt Innsbruck

Wer Barrieren aus dem Weg schaffen will, muss oft einen Schritt weiterdenken – und in diesem Fall auch einige Schritte weiter gehen. Denn zunächst hieß es, den Amtsweg selbst und ausführlich zu beschreiten, um die Infografiken der App mit hilfreichen Alternativtexten zu versehen. Diese Alternativtexte können nun über die Sprachausgabemöglichkeit von Smartphones – diese wird von blinden und sehbehinderten Menschen tagtäglich genutzt – ausgelesen werden. So kann man sich die Navigation vorlesen lassen, um ans Ziel zu kommen.

Selbstverständlich wurde die erweiterte App auch getestet: Der Verkehrsreferent des Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverbands, Michael Berger, gab uns nicht nur im Vorfeld wichtige Tipps für die Umsetzung, er machte auch selbst die Probe aufs Exempel und startete für uns von den verschiedenen Eingängen ins Rathaus. „Der Rathauswegweiser war wirklich ein sehr spannendes Projekt, welches zum Beispiel im Landhaus oder als Erweiterung des vorhandenen Systems der tirol kliniken zum Nachahmen einlädt“, so das Fazit von Michael Berger nach dem erfolgreichen Test der neuen Funktionalität.

Sie brauchen einen neuen Pass oder wollen Ihren Wohnsitz melden? – Dann testen Sie doch am besten gleich selbst den Rathauswegweiser der Stadt Innsbruck.

Modernes Redesign der Sozialministerium-Broschüre „Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Österreich“!

Im neuen Outfit, klar, aufgeräumt, dabei schön anzusehen und natürlich barrierefrei, so präsentiert sich die Broschüre „Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Österreich“ des Sozialministerium nach der Neugestaltung durch LOYCOS.

Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist in Österreich in der Verfassung festgeschrieben und rechtlich garantiert. Doch immer wieder kommt es im alltäglichen Leben zu Benachteiligungen von Menschen mit Behinderung. Gerade deshalb ist es besonders wichtig Menschen mit Behinderung über Ihre Rechte und dem Schutz vor Diskriminierung in verständlicher Form aufzuklären.

2009 als Broschüre erstmalig aufgelegt, informierte das Sozialministerium in leicht verständlicher Sprache und anhand vieler Beispiele über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Österreich. Nun, doch schon etwas in die Jahre gekommen, findet 2017 die Broschüre – aktualisiert und textlich überarbeitet – eine Neuauflage im Redesign durch LOYCOS. Barrierefrei neu strukturiert, mit verbesserter Darstellung und in moderner Optik, steht die neue Broschüre nun zur Verfügung.

Aber das ist noch nicht alles: Für blinde und sehbehinderte Menschen wurde die Broschüre von uns zudem als barrierefreies PDF adaptiert, und ermöglich nun auch dieser Zielgruppe – dank Screenreader und Vorlesesoftware – sich alle Informationen der Broschüre vorlesen zu lassen.

Gleichstellung ist ein Recht und über dieses Recht können sich Menschen mit Behinderung nun noch besser informieren. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Ideen für Grafik, Darstellung und technische Barrierefreiheit einen Beitrag dazu leisten konnten.

Die neue Broschüre „Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Österreich“ kann ab sofort kostenlos über das Broschürenservice des Sozialministeriums angefordert werden.
Ebenso finden Sie auf der Homepage des Sozialministeriums die Broschüre als barrierefreies PDF zum kostenlosen Download – hier geht’s zum Download.

Jeder siebente Erwachsene in Österreich hat große Schwierigkeiten beim Lesen

PIACC-Studie 2014/2015 – Lesekompetenz erneut am Prüfstand

Die Ergebnisse der 2. internationale Bericht zur PIAAC-Erhebung 2014/2015 wurden veröffentlicht. Nach wie vor verfügt rund 1 Million der Erwachsenen in Österreich über eine niedrige Lesekompetenz.

Die PIAAC-Studie ist gemeinhin auch als „PISA für Erwachsene“ bekannt und misst die Kompetenzen Erwachsener in den Bereichen Lesen und Alltagsmathematik sowie die Fähigkeiten beim Problemlösen im Kontext neuer Technologien. Nun wurde die 2. Erhebung – erstellt in den Jahren 2014/2015 – veröffentlicht. Das Ergebnis hat sich im Vergleich zur 1. Studie kaum verändert und schockiert ebenso wie damals: Rund 1 Million der Erwachsenen in Österreich verfügen nur über eine niedrige Lesekompetenz. Somit hat jeder 7. erwachsene Österreicher Schwierigkeiten, längere Texte sinnerfassend zu lesen. Probleme in Beruf und Alltag sind damit vorprogrammiert.

Wer ist betroffen? Ein niedriger Bildungsabschluss, eine andere Muttersprache, ein hohes Alter und Eltern mit schlechterem Bildungshintergrund – diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit zur Gruppe der Menschen mit niedriger Lesekompetenz zu gehören. Aber die niedrige Lesekompetenz zieht sich auch durch andere Bildungsschichten.

Niedrige Lesekompetenz in allen Bildungsschichten:

  • Maximal Pflichtschule – jeder 3. Erwachsene (ca. 30 %)
  • Lehre u. Diplomkrankenpflegeschule – jeder 7. Erwachsene (ca. 15 %)
  • AHS, BHS –jeder 20. Erwachsene (ca. 5%)
  • Tertiärer Abschluss (inkl. Meister) – jeder 25. Erwachsene (ca. 4%)

Doch wie macht man nun aus schlechten Lesern gute? Die Frage stellt sich eigentlich nicht, denn der Bildungsweg ist für die meisten ab- oder ausgeschlossen. Vielmehr muss man sich fragen: Wie kommen diese Menschen nun zu den von ihnen benötigten Informationen? Wie kann man sie trotzdem in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben einbinden? Leichte und Einfache Sprache sind eine gute Möglichkeit – oft auch die einzige. Doch noch immer erkennen viel zu wenige Menschen den Nutzen dieser Sprachmodelle und geben sich der Hoffnung hin, mit ihren Produkten, ihren Wahlprogrammen und Angeboten alle Menschen zu erreichen.

Eine junge Frau hat Schwierigkeiten beim Lesen

„Keep it short and simple“ – so lautet die Devise und unserer Meinung nach trifft diese Aussage auch den gesellschaftlich notwendigen Sprachgebrauch der Zukunft – zumindest solange sich in der Bildungspolitik und Gesellschaft nichts ändert.

Weiterführende Informationen zur PIAAC-Erhebung 2014/2015 und die genauen Ergebnisse aller teilnehmenden Länder finden Sie hier.